Autoexport - so sichern Sie sich ab

Altwagen exportieren

Prinzipiell sind Sie auf der sicheren Seite, wenn Sie den Export Ihres Altwagens von einem Exporthändler durchführen lassen. Bei der Wahl des Händler sollten Sie jedoch besonders vorsichtig und aufmerksam sein. Vermeintliche Exporteure können Ihnen mit Betrugsmaschen Steine in den Weg legen. In diesem Blogartikel klären wir Sie darüber auf, wie Sie sich vor betrügerischen Machenschaften schützen und weshalb ein regelkonformer Export sinnvoll und lukrativ sein kann.

Vorteile eines Exporthandels

Grundsätzlich ist der Export eines Autos eine gute Möglichkeit, selbst mit einem schrottreifen und mangelhaften Altwagen einen Gewinn zu erzielen. Dieser fällt je nach Restwert des Autos und Standort des Käufers höher oder geringer aus. Verkaufen Sie ein Fahrzeug mit einem extrem geringen Materialwert, erzielen Sie mit diesem in afrikanischen Regionen einen verhältnismäßig hohen Gewinn. Im Vergleich zu einer Fahrzeugverschrottung fällt der Erlös bei einem Export im Allgemeinen um einiges höher aus. Sogar Autos, deren Fahrsicherheit beeinträchtigt ist, sind in Afrika sehr gefragt. Ausschlaggebend für den Kauf ist lediglich, ob der Wagen noch fährt. Äußere Mängel und auch Motorschäden sprechen meist nicht gegen den Ankauf. Der Markt für vorwiegend alte Modelle ist in Afrika sehr groß. Die meisten Fahrzeuge, die angekauft werden, sind bereits über 15 Jahre alt und haben Kilometerleistungen von mindestens 200.000 Kilometern. Damit ist ihre Lebensdauer im Ausland jedoch noch lange nicht beendet. In Afrika legen Altautos meist noch weitere 500.000 Kilometer zurück. Für den deutschen Markt sind diese durch zu hohe Instandhaltungskosten uninteressant und in der Regel auch nicht mehr zugelassen. Zudem hält ein Altfahrzeug mit der Zeit wichtige Sicherheitsstandards und Abgasnormen nicht mehr ein, die in Deutschland gültig sind. Als Folge verliert ein Altfahrzeug hierzulande seine Zulassung. Auch dann kann ein Export sinnvoll sein, da solche Angelegenheiten in vielen Importländern kein Gewicht haben. Auch fehlende Fahrzeugpapiere sind für einen Exporteur und ausländischen Käufer meist kein Ausschlusskriterium.

Gefahren durch vermeintliche Händler

Auch im Exportgeschäft gibt es einige Schwarze Schafe, die sich als Exporthändler ausgeben, in Wahrheit jedoch böse Absichten haben. Mit einigen Tricks kommen diese schnell an viel Geld. Besonders bei einem Fahrzeughandel sind hohe Summen im Spiel, weshalb bei einem Verkauf besondere Vorsicht geboten ist. Ungedeckte Schecks und Falschgelder sind bei Überweisungen nicht auszuschließen. Daher sollte die Geldübergabe, wenn möglich, in bar stattfinden. Bestenfalls zahlen Sie mit dem Käufer zusammen das Geld bei Ihrer Hausbank ein. Des Weiteren gibt es Betrüger, die sich als Mittelsmann ausgeben und anbieten Ihren Wagen auf einer Exportliste aufzunehmen. Ihnen wird ein schneller und einfacher Verkauf versprochen. In Wirklichkeit zahlen Sie nur dafür, dass Ihr Wagen auf der Exportliste aufgenommen wird, ohne dass ein Verkauf zu Stande kommt. Zudem sollten Sie bei einem Handel mit einem Exporteur alle Originaldokumente bei sich behalten und nur als Kopie, beziehungsweise nach dem Verkauf an den Käufer übergeben. Händigen Sie wichtige Papiere vorzeitig aus, laufen Sie Gefahr, dass Ihr Fahrzeug gestohlen oder auf den Namen des Betrügers umgemeldet wird. Vor all diesen Risiken können Sie sich schützen, wenn ein schriftlicher Verkaufsvertrag aufgesetzt wurde, der alle wichtigen Daten enthält. Stellt ein Exporthändler diesen nicht eigenständig auf, können Sie sich im Internet einen Musterkaufvertrag herunterladen. Hierbei empfehlen wir den Kaufvertrag vom ADAC. Ein interaktiver Kaufvertrag erleichtert die Beweislage bei Unsicherheiten und Rechtsstreitigkeiten. Beachten Sie, dass nur ein beidseitig unterschriebener Kaufvertrag gültig ist.